Ziele

Das Projekt „Judentum erLeben“ hat sich zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten einer aktiven Begegnung mit dem Judentum zu schaffen, weil ...:

  • es zu Rassismus- und Antisemitismusprävention beitragen kann.
  • wir überzeugt sind, dass Wissen über andere Kulturen und Religionen zu gegenseitigem Verständnis und Wertschätzung führen kann.
  • es zum interkulturellen Dialog beitragen kann und es sich als Teil einer interkulturellen Bildungsarbeit versteht.
  • Vielfalt als gesellschaftliche Ressource gesehen wird.
  • das Judentum, historisch gesehen, die älteste der 3 großen monotheistischen Weltreligionen ist.
  • das Christentum aus dem Judentum heraus entstanden ist.
  • Blicke geschärft werden können für eine lebendige, aktiv praktizierte Kultur, Tradition und Religion, auch wenn sie zahlenmäßig im südostösterreichischen Raum wenige Mitglieder hat.
  • sich in dieser Region historisch gesehen Spuren von vergangenem jüdischen Leben finden.
  • es dazu beitragen kann, Anderes, Neues kennenzulernen und darauf neugierig zu werden.
  • Anderes kennen zu lernen bedeuten kann sich selbst besser zu verstehen.

Ausgangssituation

Die ehemals rund 200.000 Juden und Jüdinnen, die vor der Shoah (Holocaust) in Österreich lebten, waren ein integrativer Bestandteil der österreichischen Geschichte, Kultur und Ausdruck eines multikulturellen und pluralen Österreichs.

Heute leben ca. 10.000 Juden und Jüdinnen in Österreich, nicht einmal mehr 100 davon im Raum Steiermark, Kärnten und im südlichen Burgenland. Ein Wachsen der Gemeinde im Südosten Österreichs ist nicht abzusehen.

Seit jüdische Kultur, Tradition und Religion weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden sind, gibt es nur mehr wenige Anzeichen ihrer Existenz. Die Nachwirkungen der Shoah bedeuten einen unwiederbringlichen Verlust an Menschen, Kontakten, Interaktionen, Potenzialen, aber auch an Ideen und Denkansätzen.

Um diesem Entschwinden entgegenzuwirken, möchte das Projekt „Judentum erLeben“ die jüdische Kultur, Tradition und Religion präsent machen und in all ihren Facetten zeigen. Spannende Begegnungen, interaktive Erlebnisse und spielerische Auseinandersetzungen können wertvolle Impulse im interkulturellen und interreligiösen Dialog  sein.